In den letzten Wochen ist ja immer wieder “die Sau vom Bundestrojaner” durch’s Dorf getrieben worden, was mich ein wenig ins Nachdenken brachte. Mal von der Gefahr abgesehen, dass ein solcher Bundestrojaner von deutschen Virenscannern wohl eher ignoriert und für gut befunden würde (schließlich würde der BND dessen Unbedenklichkeit ja “befehlen”), ich wüsste jetzt nicht, welche Alternativen sich bieten würden.
Viele kommen jetzt mit der Idee, dass man doch einen Virenscanner auf “Open Source Basis” installieren könnte, wie z.B. ClamAV (den es auch in einer Windows-Variante gibt). Im Grunde eine gesunde Idee, denn man hätte die Möglichkeit, den Quellcode zu verifizieren und würde eben sehen, ob da irgendwelche Verschleierungs-Mechanismen werkeln würden, aber sowas bietet auch immer eine gewisse Angriffs-Fläche:
Virenprogrammierer können ebenfalls den Quellcode auswerten und so ganz bestimmte Verfahren entwickeln, eben genau diese Open-Source-Virenscanner zu umgehen, weil man ja genau weiß, wie diese “innen drin” funktionieren. Eine Gefahr, die, so denke ich, durchaus ernst zu nehmen ist.
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