Wer kennt sie nicht, diese 3D-ähnlichen Panoramafotos, wo man in einem Rundum-Blick von einem fixen Standort aus sich z.B. das innere eines Raumes oder das Panorama von einem Berggipfel aus anschauen kann? Microsoft hat diese Technik in seinem neuen Service “Photosynth” erweitert in die Richtung, dass nicht mehr nur Fotos von einem fixen Standort aus genutzt werden, sondern man kann eine Reihe Fotos, die von verschiedenen Standorten aus das gleiche Objekt anvisieren verarbeiten und zu einem sogenannten “Synth” zusammen fassen.
Ich selbst habe mal zum Test ein paar Fotos (26 Stück) von unserem Wohnzimmer gemacht, die wiederum zum Test nur einen “Rundumblick” servieren, und diese zu einem Synth errechnen lassen. Abhängig von der Geschwindigkeit des Internet-Anschlusses und der Größe der Fotos kann die Sache einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Bei mir dauerte die Generierung des Synths ca 20 Minuten. Die Abhängigkeit vom DSL-Anschluss liegt darin begründet, da die Fotos auf den Microsoft-Server hochgeladen werden müssen, und damit eben ein gewisser Zeitaufwand einzurechnen ist. Microsoft stellt übrigens 20 GB Speicherplatz für Synths zur Verfügung.
Der Nachteil der Technik, die Microsoft hier anbietet, liegt klar auf der Hand: Zur Anzeige solcher Synths benötigt man ein spezielles Plug-In für seinen Browser, was Microsoft natürlich kostenlos zur Verfügung stellt. Ich denke, hier hätte man das Ganze auch als Flash-Programm entwickeln können, denn die meisten dürften den Flash-Player bereits als Plug-In in ihren Browsern integriert haben.
Ein weiterer Nachteil ist, dass man den Dienst nur mit einem Microsoft-Benutzerkonto (Live-Konto) nutzen kann. Wer also großes Mißtrauen gegen große Firmen wie Microsoft oder Google hegt, für den dürfte hier sicherlich ein Punkt liegen, diesen Dienst eher nicht nutzen zu wollen.
Das Resultat meines Testsynths lässt sich übrigens auch begutachten.
Wer näheres zu dem neuen Dienst von Microsoft wissen möchte, dem sei dieser Spiegel-Online-Artikel empfohlen.
Zu den technischen Voraussetzungen noch ein paar Worte:
Man benötigt keinen allzu modernen Rechner, da die komplizierte Rechnerei des Synths der Microsoft-Dienst übernimmt, jedoch muss zwingend Windows XP oder Vista auf dem Gerät laufen, um die Software installieren und nutzen zu können. Innerhalb einer virtuellen Umgebung (VMWare oder Parallels beim Mac) dürfte es lt. Berichten noch zu Problemen kommen. Microsoft rät hier, beim Mac mittels Bootcamp ein Windows XP zu installieren und dieses zu nutzen … toller Einfall finde ich. Andere Betriebssysteme wie z.B. Linux werden nicht unterstützt – ob sich dies in Zukunft ändern wird, steht auch noch in den Sternen.
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