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11. Sep. 2008 um 9:42 Uhr | Kommentar schreiben

Heute gibt es hier mal wieder einen dieser Vergleichsberichte, der im Grunde genommen daraus entstanden ist, dass ich vor einer Problematik stehe, die ich elegant und kostengünstig zu lösen versuche.

Das Grundproblem

Ich versuche folgenden Sachverhalt auf eine kostengünstige Art zu lösen: Ich benötige ca. sechs mal im Jahr (kann auch wenig mehr sein) für ein komplettes Wochenende einen Internetzugang. Das Problematische an dieser Sache ist, dass dort, wo der Internetzugang benötigt wird, auf traditionellem (= drahtgebundenem) Wege keine Verbindung herzustellen ist, weil die “Einsatzorte” ausserhalb geschlossener Ortschaften liegen bzw. telekommunikationstechnisch nicht erschlossen. Das nächste Problem ist, dass es eben auch nur sechs Wochenenden im Jahr sind, an denen von Freitags bis Sonntags der Internetzugang erwünscht ist.

Der Lösungsansatz

Die Idee, die nun seit längerem existiert, ist, den Internetzugang per Funk zu realisieren, sprich: Per Mobilfunk. UMTS, EGDE und GPRS wären hier ideale Lösungskandidaten, da es bei dem Internetzugang nicht primär auf Bandbreite ankommt, sondern auf das generelle vorhandensein. Die Bandbreite spielt eine untergeordnete Rolle, da mit einem Datenaufkommen von ca. eine Textzeile (mit 80 Zeichen) pro Sekunde zu rechnen ist.

Ich suche also einen Datenzugang, der per Mobilfunk realisierbar ist und dessen Kosten aufs Jahr gesehen recht niedrig ausfallen.

Die Lösungskandidaten

Seit kurzem bieten verschiedenste Mobilfunkanbieter sogenannte “Surfsticks” mit dazugehörigen Datentarifen an. Da ich nun jedoch eher ungerne meinen Mobilfunkvertrag permanent mit einem Internet-Tarif, den ich eben nur sechs mal im Jahr nutze, upgraden will (weil es aus Kostengründen uninteressant ist), machte ich mich auf die Suche nach Datentarifen, die nach dem “Prepaid”-Prinzip fungieren, also wo man nur die tatsächlich angefallene Nutzung bezahlt, indem man vorher ein gewisses Guthaben auflädt, welches dann verbraucht wird.

Die Gegenüberstellung

Schauen wir uns also mal auf dem Markt um, was so an Datentarifen angeboten wird:

T-Mobile web’n'walk Xtra DayFlat

T-Mobile bietet mit seiner Xtra DayFlat einen Tarif, der durchaus interessant ist. Es wird eine Flatrate angeboten, die Tagesweise gebucht werden kann, beginnend um 0 Uhr bis 23.59 Uhr. Hier bezahlt man (bis Ende diesen Jahres) 4,95 Euro pro Tag – ab dem 1.1.09 werden es dann 7,95 Euro. Zur Nutzung benötigt wird ein Surfstick, der nochmals mit 69,95 Euro zu Buche schlägt. Um nun einen realistischen Preisvergleich machen zu können, berechne ich die Kosten, die bei einer durchschnittlichen Nutzung über 5 Jahre, beginnend ab dem 1.1.09, entstehen:

69,95 [Surfstick] + 5 [Jahre Laufzeit] * 6 [Wochenenden] * 3 [mit 3 Tagen] * 7,95 [Nutzungspreis] = 785,45 Euro.

Fonic Surf-Stick

Fonic bietet mit seinem Surf-Stick einen vom Grundprinzip gleichen Service wie T-Mobile an, jedoch zu einem anderen Preis:

89,95 + 5 * 6 * 3 * 2,50 = 314,95 Euro

Man sieht: Fonic ist hier gut um die Hälfte günstiger.

Leider bieten die anderen Mobilfunk-Anbieter derzeit noch keine solchen Prepaid-Tarife an (ich habe zumindest auf deren Webseiten nichts dergleichen gefunden), weshalb ich mir jetzt einfach mal vergleichbare Vertragsmodelle herbeiziehe, die ich dann preislich aufarbeite (um eben einen Preisvergleich auf 5 Jahre zu erhalten). Ich beschränke mich hierbei jetzt auf einen exemplarischen Anbieter, nämlich den, bei dem ich bereits einen Vertrag laufen habe und wo es nur eine Zubuch-Option wäre, da alles weitere einen neuen Vertrag mit wiederum neuer Grundgebühr etc. bedeuten würde, was sich preislich nicht rechnen dürfte:

O2 Internet-Pack-M

Da ich O2-Kunde bin, fällt mir dieses Paket natürlich direkt ins Auge: Es bietet für 10 Euro Aufpreis im Monat ein monatliches Datenvolumen von 200 MB (was sicherlich für die Anwendung reichen dürfte, die ich plane). Doch rechnen wir einfach mal den Preisvergleich:

12 [Monate] * 5 [Jahre] * 10 [monatl. Preis] = 600 Euro

Damit liegt dieser Tarif in der Mitte zwischen Fonic und T-Mobile.

Eine weitere Alternative wären Prepaid-Verträge mit einem Volumentarif. Ausgehend von einem Übertragungsvolumen von grob geschätzten 200 MB an einem solchen Wochenende (was wohl hoch gegriffen sein dürfte), komme ich bei dieser Betrachtung nachfolgender Tarife auf folgende Ergebnisse:

Blau.de – GPRS/UMTS

Blau.de bietet einen Megabyte-Preis von 24 ct. Macht also bei 200 geschätzen MB auf die Laufzeit von 5 Jahren folgende Rechnung:

19,90 [SIM-Kartenkauf] + 5 [Jahre] * 6 [Wochenenden] * 200 [Megabyte] * 0,24 [Euro pro MB] = 1459,90 Euro

Selbst wenn wir jetzt nur von 100 MB Daten pro Wochenende ausgehen, ergibt sich hier immer noch ein Preis von 739,90 Euro.

Da die Mitbewerber sich hier preislich auch nicht wirklich massiv unterscheiden (geringfügig günstiger oder sogar teurer), ist diese Alternative weiter indiskutabel.

Zusammenfassung / Endbetrachtung

Nun, wenn ich mir die obigen Zahlen einfach mal anschaue (wobei ich hier ja jetzt die anderen Anbieter wie Base, Vodafone und wie sie alle heißen ja nicht betrachtet habe), fällt wohl eines ins Auge: Fonic ist hier auf die Laufzeit von 5 Jahren gesehen unschlagbar der günstigste Anbieter.

Bevor ich jedoch jetzt irgendwelche Entscheidungen über’s Knie breche, müssen erstmal die Bedingungen vor Ort gecheckt werden – also ob an den besagten Orten, wo das Internet benötigt wird, überhaupt eine entsprechende Netzversorgung seitens des Mobilfunk-Anbieters gewährleistet ist. Das wird dann wohl der nächste Schritt sein. Immerhin weiß ich schon mal, wer rein preislich gesehen die günstigste Lösung bietet.

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3 Kommentare »

  1. Erich schreibt:Reply to this comment

    Da müßte es doch Preiswerteres geben!
    In Österreich bietet die Firma Hofer (=Aldi) Folgendes an: http://www.hofer.at/at/html/product_range/sortiment_yesss.htm
    Da zahlt man für für 1 GB für 1 Jahr 20 Euro + einmalig 70 Euro für das Modem…

    11. Sep. 2008 um 14:57 Uhr | #

  2. Peter (Top-umts) schreibt:Reply to this comment

    Ich war am Anfang selbst skeptisch was die Qualität des UMTS Internets angeht. Bin selbst bei o2, und ich muss sagen das ganze funktioniert zumindest in den Städten besser als gedacht, sogar an Orten wo man teils schlechten Handy-Empfang hat. Auf dem “Land” ist die Abdeckung teils aber noch suboptimal, das sollte man ausprobieren. Mit GPRS Geschwindigkeit macht surfen nicht wirklich Spaß.

    18. Jun. 2010 um 10:05 Uhr | #

  3. medani schreibt:Reply to this comment

    Preiswerte Angebote gibt es genug.. Ein Spaziergang durch die Mobilfunkanbieter sollte reichen.. Diese gibt es komprimiert bei Mediamarkt, Saturn und wo auch immer… Ansonsten gibt es da auch noch den Hofer… Lebensmittel und Elektronik ;)
    medani´s last blog ..Webdesign für Fliesen HaladaMy ComLuv Profile

    8. Jul. 2010 um 13:25 Uhr | #

1 Trackback

  1. Kim Huebel - Online » Blog Archiv » Der T-Mobile web’n’walk Stick (Teil 1) schreibt:Reply to this comment

    [...] ich bereits vor zwei Monaten schrieb, war ich auf der Suche nach einer mobilen Internet-Lösung, die nicht in einem [...]

    10. Nov. 2008 um 19:25 Uhr | #

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