In den Vergangenen Monaten habe ich es immer wieder beobachten können und sogar selbst miterlebt: Es prasselt eine wahre Flut an Gewinnspielen auf uns ein. An jeder 2. Ecke gibt es Amazon-Gutscheine, Foto-Gutscheine oder sonstige Kleinigkeiten, manchmal aber auch richtig große und teure Dinge wie etwa Notebooks oder Handys zu gewinnen. Häufig muss man “nur” per Blogeintrag auf die entsprechende Aktion aufmerksam machen, ein oder zwei Links im Beitrag unterbringen und man nimmt an der Verlosung teil. Die andere, wesentlich angenehmere für den bloggenden, Variante ist die, dass jeder Teilnehmer einen entsprechenden Gutschein, beispielsweise von Amazon in Höhe von 10 Euro, erhält. Das sind dann die Gewinnspiele, an denen ich mich auch gerne mal beteilige.
Doch welche Grundidee steckt hinter diesen Gewinnspielchen? Was genau wollen die Veranstalter? Die Antwort ist leicht:
Sie wollen viele eingehende Links auf ihren Websites – denn eingehende Links bringen in der Regel auch Besucher (und evtl. ein besseres Suchmaschinen-Ranking, was für kommerzielle Anbieter sicherlich nicht von Nachteil sein dürfte). Im Grunde spricht hier auch nichts dagegen, das so zu machen.
Was mich im Nachhinein bei solchen Aktionen häufig ärgert und weshalb ich mir geschworen habe, ausschließlich bei den Aktionen hin und wieder mal mit zu machen, bei denen ich auf jeden Fall was von habe, ist, dass die Betreiber in der Regel wenige Monate nach Beendigung ihrer Aktion die Seiteninhalte auf der Seite, die von den Bloggern verlinkt wurden, willkürlich verändern und man somit nicht mehr unbedingt dorthin verlinkt, wohin man anfangs inhaltsmäßig verlinkte. Ohne jetzt hier öffentlich Beispiele zu nennen rate ich aber jedem, der an solchen Gewinnspielchen teilnimmt, sich mal die verlinkten Seiten 1/2 Jahr später nochmal anzuschauen.
Ich überlege mir sogar, ob ich mir nicht demnächst bei solchen Aktionen die Original-Inhalte in Form eines Screenshots sichere… naja, bringen tut’s aber dann ja eh nix.
Aber ist euch das auch schon mal aufgefallen? Wie reagiert ihr in solchen Fällen? Löscht ihr euren Beitrag oder die Verlinkung (was dann irgendwo gegen die Gewinnspielausschreibung verstößt in der Regel) oder belasst ihr es dabei? Eine andere Variante wäre ja, generell solche Links mit einem nofollow auszustatten, dann sind sie zumindest suchmaschinentechnisch wertlos.
Tags:10 Euro Amazon Gutschein, Geld verdienen, gewinnspiel, Gutschein










Also mir ist das noch nicht aufgefallen. Aber ich werde das dann mal beobachten. Auch wenn das Löschen gegen die Ausschreibungen verstößt, so tut es ja auch das Ändern der verlinkten Seiten finde ich. Wie ich reagieren würde, würde dann wohl auf das Ausmaß bzw. den dann geänderten Inhalt ankommen.
12. Mai. 2009 um 9:51 Uhr | #
Also den Content nachträglich zu ändern, insoweit, dass es dann mit dem eigentlichen Gewinnspiel nichts mehr zu tun hat, sondern dann suchmaschinenrelevanten Content enthält, das find ich unter aller Sau und eine miese Masche. Mir selbst ist das aber noch nicht aufgefallen. Muss ich beim nächsten Mal drauf achten.
Dafür aber generell alle Links mit einem nofollow auszustatten find ich aber auch nicht richtig. Das ist eben der Preis für einen eventuellen Gewinn.
12. Mai. 2009 um 9:57 Uhr | #
@Latita:
Wg. Nofollow: bisher habe ich bei keinem Gewinnspiel die Links mit Nofollow ausgestattet, weil ich da so denke wie du: Ich bekomme ja was, also muss ich auch was geben. Mir ist bisher bei zwei Aktionen eine nachträgliche Veränderung des Beitrages aufgefallen – wenn auch zwar nach wie vor das gleiche Grundthema da war…
12. Mai. 2009 um 10:35 Uhr | #
Ich hoffe Du spielst jetzt nicht auf das Gewinnspiel an, das ich gerade erst am Sonntag gestartet habe. Ich glaube nicht, dass ich zu der Sorte gehöre, die Du beschreibst
Für mich ist die Veranstaltung von Gewinnspielen eigentlich eher ein Spaßfaktor im Blog, der mir und den Teilnehmern Spaß machen soll. Und ich hoffe mir fallen auch mal andere, interessante Teilnahmebedingungen ein. Wenn Du Ideen hast, nur rüber damit
Zu Deiner Frage: Nicht umsonst bin ich ein “Fan” von solchen Tools bzw. Software zur Auffindung von Broken wie auch umgezogenen Links
Sollte so etwas passieren und jemand leitet auf etwas um, was mir nicht gefällt, nehme ich meinen Link raus oder setze ihn auf nofollow. Da bin ich rigoros.
12. Mai. 2009 um 20:16 Uhr | #
@Crazy Girl:
Nene, auf dich bzw. dein Gewinnspiel ziele ich nicht ab
mir gings in dem Beitrag um die “kommerziellen Anbieter”, die nach dem Muster arbeiten, zunächst ein Gewinnspiel auszuloben mit der Bitte, auf diese und jene URL zu verlinken in einem Beitrag, wobei die URL zunächst die Details zum Gewinnspiel enthält. 1/2 Jahr später wird dann der Inhalt dieser Seite gegen Produktwerbung ausgetauscht, die erstaunlicherweise verblüffend gut zu den Schlüsselwörtern passt, die bei der Verlinkung zu verwenden waren… Also für eine Suchmaschine stellt sich sowas dann als ziemlich relevant dar, schätze ich dann mal.
Zu den kaputten Links (weil die Seite mal weg ist oder so): hierfür hab ich bei mir das Plugin “broken-link-checker” laufen
tut ufb
13. Mai. 2009 um 8:04 Uhr | #
Oh je mineh… so was habe ich ja noch nie gesehen. Die Idee (von Anbieter Seite) ist aus SEO Sicht sicherlich nicht schlecht
unsereiner ist aber genervt davon, da gebe ich Dir Recht.
Der Broken Link Checker hat das Problem, dass er nur die Links in den Beiträgen prüft und die Links aus den Kommentaren außen vor sind. Deswegen nutze ich eine kostenlose Software dafür (da gibts auch einen Beitrag bei mir darüber).
Darf ich fragen von wem Deine Bannereinblendung oben ist, also welcher Service? Ich teste da nämlich auch gerade was.
13. Mai. 2009 um 10:19 Uhr | #
@Crazy Girl:
Das Werbebanner kommt über Trigami – war dort eine Display Ads Kampagne, läuft wohl noch bis 16.6.
Eingebunden habe ich das “von Hand”, weil ich im Grunde nicht unbedingt mein Blog so offensiv mit Werbung zubauen möchte *g*.
13. Mai. 2009 um 10:25 Uhr | #
Danke für die Info
13. Mai. 2009 um 10:38 Uhr | #