Basierend auf Matthias’ Anleitung “Photoshop Tutorial: Spiegelung im Apple Stil” folgt hier eine angepasste Anleitung für Gimp, damit man quasi im Vergleich sieht, wie einfach es auch mit Open-Source Software realisierbar ist, gute und ansehnliche Ergebnisse abzuliefern
Fangen wir einfach mal an mit unserem Ausgangsbild:
Diesen quirligen kleinen Kerl kennt sicher jeder – Tux, das Linux-Maskottchen
Mit ihm möchte ich in Anlehnung an oben genanntes Tutorium einen ähnlichen Effekt “auf die Schnelle” mit Gimp erreichen. Also laden wir die Grafik mal in Gimp rein und erzeugen uns über das Menü “Ebene” – “Ebene duplizieren” eine Kopie der Ebene. Als nächstes müssen wir uns nach unten Freiraum schaffen für die Spiegelung, das bedeutet, dass wir über das Menü “Bild” – “Leinwandgröße …” die Leindwandgröße in der Höhe in etwa um den Faktor 1,7 vergrößern. Wichtig hierbei ist, dass wir die Bindung (also das Kettenglied) von Höhe und Breite ausschalten:
Anschließend sollte man bei GIF und PNG unbedingt darauf achten, dass man unter “Bild” – “Modus” das RGB-Farbmodell ausgewählt hat, sonst gib es später mit der Transparenz seltsame Effekte.
Sind obige Schritte erledigt, können wir über “Ebene” – “Ebene duplizieren” eine Kopie der Ebene anfertigen und diese anschließend mit dem Spiegelungswerkzeug vertikal spiegeln (“Werkzeuge” – “Transformation” – “Spiegeln”, dann im Werkzeugfenster “vertikal” auswählen und im Bild mit der Maus die Spiegelung per Klick auslösen):
Anschließend wird mit dem Verschiebewerkzeug die gespiegelte Ebene optisch unter der Ursprungsebene angeordnet, hierbei ist ganz bewußt gewollt, dass ein Teil des Bildes über den unteren Rand hinaus verschwindet:
Der nächste Schritt wird ein wenig aufwändiger:
Wir klicken mit der Rechten Maustaste im Ebenenfenster auf die gespiegelte Ebene (nennt sich bei mir noch “Hintergrund – Kopie” und aktivieren dort den Punkt “Ebenenmaske hinzufügen …”. Im sich nun öffnenden Dialogfenster wählen wir die Initialisierung “weiß” aus und klicken auf Hinzufügen. Im Ebenendialog sehen wir nun, dass sich neben dem Thumbnail der Grafik die Schemadarstellung für die Ebene hinzugesellt hat:
Nun kommen wir quasi zum Finale – wir erzeugen den transparenten Verlauf mit Hilfe des Verlaufswerkzeugs unter “Werkzeuge” – “Malwerkzeuge” – “Farbverlauf”, wobei wir hier, bevor wir den Verlauf ansetzen, die Deckkraft auf 60 setzen, ihr könnt aber gerade mit diesem Wert sehr viel experimentieren und hier verschieden harte Fading-Effekte erreichen:
Um den Farbverlauf zu erzeugen (der uns in Wirklichkeit einen Transparenten Verlauf erzeugt), klicken und ziehen wir mit dem Verlaufswerkzeug in unserer gespiegelten Ebene einen senkrechten Strich von unten nach oben und erhalten dadurch folgendes Ergebnis:
Im Grunde wären wir an dieser Stelle fertig – doch Matthias hat bei seiner Spiegelung noch so nen kleinen Zwischenschatten reingebaut. Den kann man sich natürlich mit einer elyptischen Auswahl, gefüllt mit einem leichten Grauwert auch noch in eine neue Ebene zaubern. Das Ergebnis führt dann zu einem ähnlichen Ergebnis wie dieses hier:
Ich gebe zu, das Ergebnis kann mit Matthias’ Logo nicht unbedingt mithalten, aber es ging ja auch nur ums Prinzip. Es sollte zum “sich mit Gimp auseinandersetzen” anregen und führt evtl. bei euch zu viel besseren Ergebnissen, wenn ihr mit den Dingen, die ihr hier als Basis gelernt habt, weiter experimentiert












Erstmal: Hammer Tutorial!
Gefällt mir richtig gut, hätte nicht gedacht, dass das so einfach geht in Gimp.
Zum Schatten: Gute Idee, der war bei mir im Bild schon drin, aber den braucht man natürlich wenn das Bild, wie bei Dir, ohne Schatten kommt.
Einen Hinweis hätte ich noch:
Die beiden Bilder sollten sich berühren, so entsteht ein schönerer Spiegeleffekt, ich finde bei Dir sind das Bild und die Spiegelung ein bischen weit voneinander entfernt..
Aber ansonsten Top, macht ein bischen lust sich gimp doch noch mal anzuschauen.. na gut, nur ein bischen, aber immerhin.
9. Jul. 2009 um 10:28 Uhr | #
@Matthias:
Danke für das Lob
Ich muss zugeben, dass ich für die Auswahl des Bildes mir nicht wirklich viel Zeit genommen habe und die Vorlage ist leider so, dass sie unten halt diesen weißen Rand noch hatte und ich gestern Abend auf die Schnelle “zu faul” war, das zu korrigieren… Ich gebe dir aber vollkommen recht: Es sieht definitiv besser aus, wenn die beiden kurz davor sind, sich zu berühren.
Zum Schatten: Ich hab echt gedacht, den hättest noch selbst dazu gezaubert, weil in deinen Screenshots im Photoshop der Schatten für meine Augen nicht richtig zu sehen war…
9. Jul. 2009 um 11:24 Uhr | #