
WP-Logo, Quelle: Flickr
Im Grunde ist es ja bekannt, dass Software nie fehlerfrei ist. Jeder, der halbwegs mal ein größeres Projekt (was mehr als aus 10 Zeilen Code bestand) programmiert hat, weiß, wie schnell hier Randbedingungen entstehen können, die man als Entwickler nicht so ganz überblickt. Tunnelblick könnte man den Effekt nennen, dem ein Software-Developer in diesem Fall zum Opfer fällt.
Im Falle WordPress ist es jedoch jetzt so, dass dieses mittlerweile doch unheimlich komplexe Gebilde nicht von einer einzigen Person programmiert wird, sondern ein ganzes Team dahinter steckt. Wobei das sicherlich die Sache nicht einfacher macht. Wir erinnern uns daran, dass z.B. in der aktuellen Version 2.8.2 die Bearbeitung von Kommentaren dazu führen kann, dass die URL zur Homepage des Kommentar-Gebers verloren geht. Die Fehlerbehebung in diesem Fall ist sicherlich für angstfreie Personen, die mit einem Editor umgehen können, problemlos möglich. Aber die Ursache, wie es zu solchen Fehlern kommen kann, ist ja damit nicht vom Tisch.
Woran liegt es? Wird WordPress mittlerweile zu komplex? Hängt es an der Organisation der Entwickler hinter den einzelnen Teilprojekten?
Ich wage nicht, hierüber zu urteilen. Jedoch eines steht in meinen Augen fest: Wir werden uns in Zukunft wohl immer mehr daran gewöhnen müssen, dass auch ein Produkt wie WordPress mit Fehlern und Sicherheitslücken auffallen wird, so ähnlich, wie es jedes größere Softwareprojekt tut, sei es Open-Source, aus dem Hause Microsoft oder von Apple.
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