Ihr habt euch doch bestimmt auch schon einmal die Frage gestellt, ob es vernünftig ist (aus finanzieller und qualitativer Sicht), über ein Musikportal MP3s gegen Bezahlung herunterzuladen oder ob man sich nicht viel eher die entsprechende Musik auf einem (verlustfreien) Datenträger wie z.B. eine CD kaufen sollte, um diese ggf. selbst in das gewünschte MP3-Format umzuwandeln.
Ein Vorteil der herkömmlichen Audio-CD wäre ja genau der, dass man neben einem vernünftigen Cover und einer Hülle (Case) die Musik in ihrer qualitativ hochwertigsten (bezogen auf die Verluste in der Klangqualität) Form vorliegen hat. Man kann also sein MP3s für den privaten Gebrauch in der Qualität erstellen, wie man es selbst gerne hätte – vorausgesetzt, die CD hat keinen Kopierschutz und lässt sich vom CD-Laufwerk im PC überhaupt einlesen.
Wo wir auch schon beim Nachteil wären: Was tun, wenn eine CD kopiergeschützt ist? Der Gesetzgeber hat hier klar einen Riegel vorgeschoben, der verbietet, solche Kopierschutz-Mechanismen zu umgehen. Der Fall wäre also am Ende.
Also nun doch MP3s im Online-Musikstore kaufen und herunterladen? Das kommt darauf an, würde ich sagen. Das Problem ist der Preis. Häufig kosten einzelne Titel einen um wenige Cent günstigeren Betrag um 1 Euro. Es finden sich also Downloads um Bereich ab 80 ct aufwärts. Wer sich hier 15 Titel eines Albums herunterlädt, der kommt recht schnell auf den Preis, den die CD auch kosten würde. Mit dem Nachteil eben keinen Datenträger zu besitzen, kein Cover, kein Booklet und so weiter. Weniger für’s gleiche Geld könnte man sagen.
Jedoch hat man ja auch den genialen Vorteil, nur eine Auswahl der Titel herunterladen zu können. Häufig ist es ja so, dass unter den 15 Titeln des Albums 2 oder 3 Songs sind, die man selbst absolut nicht mag. Diese muss man ja dann als MP3 auch nicht kaufen.
Genialer Vorteil ist ebenfalls, dass man sich selbst seine Sampler-CD im MP3-Format zusammenstellen kann. Häufig findet man im kommerziellen Angebot der “richtigen CDs” ja nicht das, was man gerne selbst hätte.
Es ist also durchaus schwer, hier ein abschließendes Urteil zu fällen, was denn nun wirklich besser ist, der Download oder die CD…
Wie seht ihr die Sache? Kauft ihr lieber CDs oder nutzt ihr den Online-Download?
Tags:CD, Download, Gesetz, MP3, Musik, Recht










Also ich habe meine letzte CD vor 2 oder 3 Jahren gekauft. Eigentlich seid ich meinen ersten iPod bekommen habe.
iTunes ist extrem komfortabel und die Qualität nicht von der von CDs zu unterscheiden. Man muss eben auf MP3 verzichten – aber das Format ist sowieso überholt.
Was an den Download-Diensten noch fehlt ist die Möglichkeit, gekauftes erneut herunter zu laden, damit die Datensicherheit gewährleistet ist.
31. Aug. 2009 um 12:45 Uhr | #
Also ich tendiere ganz klar gegen die CD, da ich CDs exakt einmal anfasse um sie durch den Ripper zu jagen und MP3s draus zu machen. Danach nehmen sie mir nur noch Platz weg, den ich anderweitig gebrauchen könnte.
Allerdings gefällt mir der iTunes Store auch nicht, da die Qualität dort mit 128kbit in einem zwar durchaus annehmbaren aber hörbar verschlechterten Niveau liegt. Im Amazon MP3 Store hingegen bekomme ich 256kbit, wo das Niveau über dem liegt, was ich hören kann. Somit bevorzuge ich das Laden aus dem Amazon-Store.
Knut´s last blog ..Sternchallenge KW 36
31. Aug. 2009 um 13:01 Uhr | #
Zunächst mal: CDs sind auch komprimiert und dadurch verlustbehaftet.Das einzige verlustfreie Format ist die gute alte Schallplatte.
Was das Format auf dem Rechner angeht, bevorzuge ich eindeutig OGG Vorbis. Das ist 1. OpenSource und kostet keine Lizenzgebühren wie MP3, uns 2. spricht man bei OGG von einer Verlustfreien Komprimierung.
31. Aug. 2009 um 13:23 Uhr | #
@Markus:
Was die Komprimierung bei Audio-CDs angeht, glaube ich, muss ich dir aber widersprechen: Wenn man sich http://de.wikipedia.org/wiki/Compact_Disc_Digital_Audio mal durchliest, findet man nirgendwo eine Passage, die etwas über eine Komprimierung der vorhandenen Daten aussagt, sondern vielmehr Aussagen, die die Tatsache wiedergeben, dass auf der Audio-CD die digitalen Samples mit einer Datenrate von 1.411.200 Bit/s (was eine Bandbreite von ca. 20 kHz für jeden Kanal des Stereo-Audiosignals gibt) gespeichert werden. Hier wird nicht komprimiert. Auf der CD ist das 1:1-Digitalabbild der Realität im Rahmen der Sampling-Rate.
20 kHz Bandbreite sind im Übrigen mehr, als das menschliche Ohr hören kann, also sollte auch dem HIFI-Gehör nichts vorenthalten bleiben.
Über die Bandbreite, die eine herkömmliche Schallplatte hat, konnte ich leider jetzt so schnell nix finden, bin mir aber sicher, dass diese unterhalb der 20 kHz liegen dürfte.
Was “komprimierende Digitalformate” angeht, hast du natürlich Recht, wenn du Ogg-Vorbis den Vorzug als “offenem Standard” gibst. Problem ist hier leider, dass es wohl recht wenige kommerzielle Anbieter gibt, die .ogg-Dateien zum Download anbieten. Hier hat sich MP3 leider sehr stark durchgesetzt.
@Christian:
Mit iTunes habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt, aber du hast Recht mit dem Argument der Datensicherheit im Falle eines Platten-Crashes. Nicht jeder hat den Luxus, seine Musik irgendwo hin spiegeln zu können…
@Knut:
Ich habe bisher selbst bei Amazon noch keine Musik gekauft. Einmal gab es bei Amazon zum “Kennenlernen” irgendwie ein MP3 zum kostenlosen Download, da habe ich in der Tat das Gefühl gehabt, dass es eine recht gute Qualität ist, was man geliefert bekommt.
Man liest aber leider doch immer wieder, dass User über die Qualität der Amazon-MP3 sich beschweren, weil diese knacksen würden oder sonstige Nebengeräusche auszumachen wären. Wie ist deine Erfahrung hier?
31. Aug. 2009 um 14:15 Uhr | #
@Kim: Ich habe jetzt bisher diverse Alben bei Amazon gekauft und kann nur sagen, dass ich irgendwelche “Nebengeräusche” oder “Knacken” definitiv nicht bestätigen kann. Ich tippe eher auf eine minderwertige Audiohardware bzw. ein neben den Lautsprechern liegendes Handy.
Knut´s last blog ..Sternchallenge KW 36
31. Aug. 2009 um 14:30 Uhr | #
@Knut:
Dann bin ich beruhigt
also kann ich meine nächsten Musikeinkäufe via A. abwickeln
31. Aug. 2009 um 14:35 Uhr | #
CDs sind eindeutig nicht verlustfrei!
Ich habe akutell gerade meine ganze CD-Sammlung von früher durchgerippt, für mein liebes iPhone
und superviele CDs haben Fehler gehabt beim rippen ohne Ende, obwohl keinerlei Kratzer drauf waren oder so. Zu lange in der Sonne gelegen oder was weiß ich… Abspieltest zeigte dann jedenfalls auch dass die CDs im PC nicht fehlerfrei laufen. 

Angi´s last blog ..Ätsch, Timo Beil!
31. Aug. 2009 um 16:57 Uhr | #
@Knut: 128kbit sind im iTunes Store schon lange kein Thema mehr. 256 sind mitlerweile Standart – was bei AAC eine etwas bessere Qualität bietet als MP3 bei gleicher Bitrate.
Bzgl. CD’s und Verlustfreiheit:
Hier haben wir ein Problem bei der Definition von “Verlustfrei”. Dies ist nicht absolut bestimmbar sondern immer in Relation zum Quellmedium zu sehen.
Somit gibt es prinzipiell kein Möglichkeit, Audio verlustfrei zu Speichern, da der sog. “Verlust” schon bei der Aufnahme (Mikrofon, Kabel, Aufnahmemedium, etc..) beginnt, und letztendlich mit einigen Zwischenstufen beim Hörer endet. Dieser erzeugt wiederum Verlust, die durch die Wiedergabe Hard – und Software bestimmt sind.
Ob nun die Schallplatte einen geringeren Verlust vorweisen kann als eine CD oder umgekehrt spielt also keine Rolle – viel mehr sind die individuellen Ansprüche und auch Fähigkeiten (in Bezug auf das Gehör) jedes einzelnen Hörers ausschlaggebend.
31. Aug. 2009 um 17:36 Uhr | #
@Angi:
Na, diese Art “Verlust” habe ich aber jetzt nicht gemeint *grins* auch wenn sie in deinem Fall schon durchaus tragische Ausmaße hat.
@Christian:
Whow… eine solche Erklärung hätte ich jetzt nicht unbedingt von dir erwartet
Du wirfst erfreulicherweise ein richtig positives Licht auf die Wirtschaftsinformatiker
Ne, Spaß beiseite: Hast da 100% recht… ohne Verluste geht das, egal, wie man es macht, nicht. Selbst wenn eine Band die Musik “live” spielt, gibt es “Interpretationsverluste”, weil man nie einen Song so spielen wird, wie man ihn vorher mal gespielt hat.
Verlustfrei bleibt es höchstens, wenn die Quelle sowieso schon digital vorliegt (in Form eines Synthezisers z.B.), also die komplette Aufnahmestrecke von Anfang bis Ende keinen Formatwechsel über sich ergehen lassen muss.
Aber Apfelsaftkonzentrat ist nie wieder Apfelsaft, egal, ob 100% Fruchtgehalt oder nicht
31. Aug. 2009 um 21:03 Uhr | #
Hm.. Lieber kaufen
happy-buddha´s last blog ..Hell Feat. Bryan Ferry – U Can Dance
5. Sep. 2009 um 20:51 Uhr | #
ich würde mir lieber cds kaufen da ich dort ein ordentliches printdesing für den gleichen preis dabei habe=) sone datei löscht man auch mal ganz ausversehn^^
2. Jun. 2010 um 11:02 Uhr | #
Bei mir hat die gute alte CD ausgedient. Lediglich im Auto gibt es noch einen MP3-CD-Player, der fleissig die MP3′s abspielt. In der Küche steht ein Radio mit MP3-Unterstützung. Im Wohnzimmer eine Multimedia-StreamBox, welche MP3′s direkt von der Festplatte des PC’s abspielt.
Wenn ich nun CD’s kaufen würde, müsste ich diese alle erst konvertieren (teilweise habe diese ja auch einen guten Koperschutz). Also, die für mich bessere Variante ist der MP3-Download.
15. Aug. 2010 um 11:31 Uhr | #
Ich habe auch öfters das Problem, das CDs einen Schuss haben und nicht mehr richtig abgespielt werden können. Dass ich im Ausland lebe, erschwert es um so mehr, wieder an CDs zu kommen. Da wäre der download eindeutig die schnellere, billigere und einfachere Variante.
7. Sep. 2010 um 1:06 Uhr | #