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2. Okt. 2009 um 9:37 Uhr | Kommentar schreiben

Karte Bundesrepublik Deutschland, Quelle: WikipediaHeute und morgen ist es also so weit: Saarbrücken feiert zusammen mit der Bundespolitik den Tag der Deutschen Einheit. Viele Events, Reden und Stände begleiten diese Feierlichkeiten in den nächsten beiden Tagen quer durch die Stadt, wobei hier klar im Zentrum die “Stadtmitte am Fluß” liegt. Einen groben Überblick erhält man bei Reinhard Karger.

Vor genau 20 Jahren ist in der deutschen Geschichte etwas passiert, was bis dahin nur “Träumer” für möglich hielten: Die DDR öffnete ihre Grenzen und es wurde freier Reiseverkehr für die Ost-Bürger möglich. Kurz danach war die Wiedervereinigung der bis dahin autonom handelnden und regierten Staaten perfekt: Die Bundesrepublik wurde zu dem, was sie gebietstechnisch heute ist.

Was hat die Wiedervereinigung für uns selbst gebracht, könnte man sich fragen. Sicherlich sehr viele Kosten, die durch den Wiederaufbau im Osten entstanden sind und die jeweils anteilig durch die Bürger im Westen und im Osten über Steuerabgaben zu finanzieren waren. Viele sagen aber auch, es ist wieder zusammengewachsen, was zusammen gehörte.

Ich persönlich konnte so direkt für mich keine großen Veränderungen feststellen – ok, damals war ich auch noch 20 Jahre jünger, sprich 13/14 Jahre alt und die Welt um mich herum hatte ganz andere Bedeutung für mich, als sie es heute hat. Dennoch muss ich sagen, empfinde ich diesen Tag der Deutschen Einheit recht emotionslos. Für mich ist er seit Jahren nur ein willkommener Feiertag, der quasi einem Tag Urlaub nahekommt und an dem man sich um Dinge kümmern will, um die man sich sonst kaum kümmert…

Wie geht es euch an diesen Tagen? Erfüllen euch irgendwelche gloriosen Emotionen? Seid ihr stolz darauf, Teil eines Landes zu sein, dass es nach langer Zeit geschafft hat, halbwegs ordentlich zusammen zu wachsen? Ich meine: Die emotionalen Grenzen zwischen Ost und West sind ja längst nicht mehr so ausgeprägt, wie sie es noch vor 15 oder 20 Jahren waren.

Lebt ihr vielleicht selbst anderen die Wiedervereinigung vor, weil ihr vielleicht einen Lebenspartner aus dem “jeweils anderen Bundesgebiet” habt?

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5 Kommentare »

  1. Homepage von Sven Sven schreibt:Reply to this comment

    Hi,

    ich glaube das es Deutschland immer noch nicht geschafft hat zusammen zu wachsen. Es gibt immer noch zu viele Vorurteile den “anderen” gegenüber und in vielen Köpfen ist immer noch eine Grenze gezogen zwischen Ost und West. Es wird noch Jahrzehnte dauern bis eine wirkliche Wiedervereinigung auch im Kopf stattgefunden hat, leider.

    Lieben Gruß

    Sven
    Sven´s last blog ..Müggelsee Halbmarathon My ComLuv Profile

    2. Okt. 2009 um 10:49 Uhr | #

  2. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    @Sven:

    Hm… ok, aber ich denke, die Problematik trifft eher die mittlere und ältere Generation, oder? Menschen, die heute erst 25 sind und die von der Wiedervereinigung und dem ganzen Tamtam vorher nicht wirklich etwas mitbekommen haben, die dürften doch von solchen Vorurteilen relativ verschont sein… denke ich mal.

    2. Okt. 2009 um 15:53 Uhr | #

  3. Homepage von Mac_BetH Mac_BetH schreibt:Reply to this comment

    Hallo Kim,

    war heute in der Stadt! Da ist wirklich die Hölle los! Aber gut organisiert!

    Einen Besuch kann ich echt nur empfehlen, mit den Leinwänden und alles in der Fußgängerzone entzerrt es sich ein bisschen!

    Kannst du dir ja überlegen!

    Gruß

    Matthias

    2. Okt. 2009 um 20:03 Uhr | #

  4. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    @Mac_BetH:

    Ich hab’s ehrlich gesagt aus verschiedenen Gründen nicht so mit so riesigen Menschenaufläufen :-) Zudem hab’ ich heute Nachmittag/Abend leider auch keine Zeit, sonst wäre ich vielleicht wirklich noch hingefahren… nunja.

    3. Okt. 2009 um 11:23 Uhr | #

  5. peter schreibt:Reply to this comment

    Hallo,
    die Sache mit Deutschland ist schon interessant, jetzt nach 20 Jahren heißt es immer noch ost und west, ich denke aber es ist ein generationenproblem… die heutige Jugend unterscheidet da glaub ich nicht mehr groß, wer es aber miterlebt hat bekommt es wohl nicht aus dem kopf.

    Grüße

    Peter

    6. Feb. 2010 um 12:19 Uhr | #

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