Oder: Wie man Vertrauen unterwandert und damit so richtig in Klo greifen kann.
Worum geht es? Nun, Thomas berichtet in seinem Blog über zwei WordPress-Plugins, die mehr tun, als man glaub, dass sie tun. Konkret geht es darum, dass eines der Plugins den Autor an den Werbeeinnahmen des Blogs “beteiligte”, ohne, dass der Betreiber dies wusste oder vielleicht wollte, im anderen Fall baut(e) das eingesetzte Plugin wohl wild Backlinks im Blog erzeugte, die auch nicht gewollt waren. Cindi von der Blogwiese griff dieses Thema ebenfalls auf, weshalb ich mich motiviert fühlte, auch meinen Senf hierzu loszuwerden – dieses mal aus Entwicklersicht, denn wie ihr wisst, habe ich selbst ja auch ein Plugin, die blogintroduction, in die Welt gesetzt, welches das ein oder andere Blog (mehr oder weniger Zufrieden, denke ich) einsetzt.
Zunächst einmal finde ich es eine riesige Frechheit, wenn seitens eines Entwicklers aus reiner Bereicherungssucht oder ähnlicher Motivation ein Plugin mit solchen “versteckten Features” ausgestattet wird, ohne, dass der Benutzer klar und deutlich darauf hingewiesen wird. Ich persönlich halte es hier mit dem Google-Codex, der ja bekanntermaßen sagt “Don’t be evil!“. Ich persönlich würde wohl nie auf die Idee kommen, solche versteckten Funktionen in Programme oder Plugins einzubauen, um mir persönlichen Vorteil zu verschaffen – zumindest nicht, ohne den Benutzer klar und deutlich darüber zu informieren und ihm die Möglichkeit zu geben, diese Funktion zu deaktivieren.
Sicherlich werden viele Entwickler sagen: Ich habe vergessen, die Option einzuprogrammieren, dass man es abschalten kann…
Alles faule Ausreden, denke ich. Wer gewissenhaft programmiert und testet, der vergisst solch wichtige Dinge nicht. Fehler passieren, das ist logisch und liegt auf der Hand, aber solche Fehler dürften eigentlich nicht passieren.
Ich selbst hätte auch viel zu viel Schiss davor, mein Gesicht vor den Benutzern des Codes zu verlieren, sollte jemals so etwas auffallen. Ich bin ein viel zu schlechter Lügner, als dass ich selbst auf die Schnelle eine passende Ausrede parat hätte in diesem Fall. Von daher würde ich persönlich, wenn mir auffallen würde, dass mich jemand mit einem solchen Plugin “verarschen” will, ihm einen Tritt in den virtuellen Hintern verpassen und in boykottieren… zumindest eine gute Zeit lang.
Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber für mich persönlich fällt solch ein Verhalten schon ein wenig in das Kapitel “Betrug”. Zumindest baut es nicht unbedingt mehr Vertrauen zu diesen Programmierern auf.
Tags:Backlinks, Betrug, Plugins, Programmierung, Werbung, WordPress










Will nicht jeder ein paar Backlinks haben? Aber pass auf, sonst kommt Bueltge um die Ecke und wird mit dem Finger auf dich zeigen, dass du dich nicht bedanken würdest und die Entwickler würden sich nun so ihren Lohn selbst holen oder sowas.

Kiri´s last blog ..Mist, Mist, Mist.
4. Nov. 2009 um 21:57 Uhr | #
den Artikel bei Cindy hab ich gelesen, den bei Thomas noch nicht. Aber ich wäre soweit gegangen, dass ich die Plugins und deren Autoren beim Namen genannt und öffentlich an den Pranger gestellt hätte. Mit sowas müssen solche Gauner einfach rechnen.
Hab ich schon erwähnt, dass ich kein WordPress benutze?
5. Nov. 2009 um 1:06 Uhr | #
@Kiri:
Klar ist jeder froh, wenn er Backlinks erhält, aber ein “erschleichen” von Leistungen ist definitiv nicht mein Ding
Wer mich verlinken will, der darf das gerne tun und der soll dies aus freien Stücken tun! Ich will es niemandem zur Pflicht machen
@Markus:
Thomas hat die betroffenen Plugins ganz deutlich beim Namen genannt, von daher ist das Pranger genug
denke ich mir.
Dass du kein WordPress nutzt, weiß ich – aber Serendepity ist da sicherlich auch nicht besser, was die “Zulieferer” an Funktionen angeht *g*. Die Moral der Entwickler lässt sich sicherlich nicht am Produkt festmachen, für das sie Plugins entwickeln.
5. Nov. 2009 um 8:29 Uhr | #
Stimmt ich habe ein paar Plugins genannt, aber an den Pranger wollte ich damit jetzt keinen stellen. Das wurde ja auch schon in den zugehörigen Foreneinträgen gemacht. Ich wollte eigentlich nur aus eigener Erfahrung damit sagen, dass ein bisschen Awareness gegenüber Plugins nicht schaden kann. Ich wollte damit auch nicht die Entwickler von Plugins damit schaden, die eine tolle Arbeit leisten und uns mit einer Menge Plugins versorgen, ohne die WordPress doch ziemlich nackt und funktionslos ist.
Leider gibt es überall schwarze Schafe und das der Artikel so viel Wirbel gesorgt hat, zeigt auch, dass vielen auch nicht einmal bewusst war, dass solche Praktiken eingesetzt werden.
5. Nov. 2009 um 8:45 Uhr | #
@Kim: Ich schrieb ja, dass ich den Artikel von Thomas noch nicht gelesen habe. Aber inzwischen habe ich das nachgeholt, und dabei auch die Plugin-Namen gelesen.
Was s9y angeht: Klar, da muss muss man auch mit sowas rechnen. Aber insgesamt gibt es nicht so viele Erweiterungen, wie es sie für WP gibt. Da kann man davon ausgehen, dass die Verantwortlichen etwas genauer hinsehen, bevor ein Plugin in Spartacus (vergleichbar mit dem WP-Plugin-Verzeichnis) für die Installation aus dem Backend heraus freigegeben wird.
Markus´s last blog ..Windows 7 pimpen
5. Nov. 2009 um 10:07 Uhr | #
Really good post. i m trying to understand your language proper………….
affordable family vacations´s last blog ..Find your eternal love
6. Nov. 2009 um 14:36 Uhr | #