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3. Dez. 2009 um 11:28 Uhr | Kommentar schreiben

Wie ich heute morgen im Shopbetreiber-Blog lesen konnte, stufen die obersten Datenschutzbehörden Google-Analytics als rechtswidrig ein. Wer den Artikel liest, wird feststellen, dass man dies darauf begründet, dass hier durch die Verknüpfung der Daten mit der IP-Adresse des Nutzers Nutzungsprofile erstellt würden etc. pp.

Jetzt frage ich mich, wo genau hier der Widerspruch gegen das TMG liegt – denn: Als Nutzer von Google-Analytics bekommt man doch die IP-Adresse des Besuchers der Website nie zu Gesicht! Man hat also überhaupt nicht mal die Möglichkeit, die Daten, die Google dem Endanwender serviert so weit herunterzubrechen, dass man das Nutzungsverhalten eines einzelnen Nutzers hiermit erfassen könnte – oder sehe ich hier was falsch?

Ist die Sache wirklich so kritisch, wie im obigen Beitrag dargestellt, oder handelt es sich hier nur um ein “wir machen mal die Pferde scheu und versuchen die Nutzer von Google-Analytics auf ein anderes Produkt zu lenken”-Getue, da im benannten Artikel gleichzeitig anderes Produkt genannt wird, welches jedoch kostenpflichtig ist… Also doch nur Werbung?

Wie seht ihr die Diskussion um Google-Analytics? Welche Statistik-Tools nutzt ihr für eure Website/euer Blog? Seht ihr bei Produktalternativen evtl. ähnliche Probleme?

Zum gleichen Thema liest man übrigens in anderen Blogs folgendes:

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44 Kommentare »

  1. Juergen schreibt:Reply to this comment

    Das Problem ist nicht das der Analytics-Nutzer User verfolgen kann, sondern das Google das kann (und die Daten mit anderen zusammenführen, insbesonder bei Google-Usern).

    Weshalb das ganze IMHO zwar für deutsche Websites gilt, nicht aber für deutsche Nutzer von Blogger.com – denn der Dienst wird eh von Google betrieben, also hat Google auch eh Zugriff auf die Daten.

    3. Dez. 2009 um 11:41 Uhr | #

  2. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    @Juergen:

    Danke Jürgen für deinen Hinweis – in der Tat ist es ja dann so, dass man sich als Betreiber einer Website und Nutzer von Analytics zumindest in die Nesseln setzt, weil man Google ermöglicht, Dinge zu tun, die sie nach deutscher Auffassung nicht dürfen.

    Welche Alternativen haben wir denn, um qualitativ und quantitativ die Besucher und Aufrufe zu zählen?

    Die Serverlogs auswerten darf ich ja im Grunde auch nicht mehr, wenn ich das TMG richtig verstanden habe.

    3. Dez. 2009 um 12:20 Uhr | #

  3. Homepage von Sven Sven schreibt:Reply to this comment

    Jo leider ist mir es zur Zeit auch zu unsicher Google zu benutzen, da die Datenschützer ja auch mit Abmahnungen drohen, deswegen habe ich es erst mal deaktiviert auf allen meinen Webseiten, auch wenn mir dadurch eine gute Auswertungsmethode verloren geht, leider. Was ähnliches gibt es ja eigentlich nur noch kostenpflichtig, aber nun ja, vielleicht findet Google hier ja noch eine Lösung.
    Sven´s last blog ..Komische Kommentare My ComLuv Profile

    3. Dez. 2009 um 12:34 Uhr | #

  4. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    @Sven:

    Nachdem ich den Beitrag heute morgen gelesen habe, hab ich in meinem Blog auch den Analytics-Code entfernt…

    Wobei mir gerade beim schreiben dieses Kommentars einfällt, dass ich den Hinweis auf Analytics noch im Impressum habe… den werde ich gleich mal noch als ungültig kennzeichnen :-)

    3. Dez. 2009 um 12:47 Uhr | #

  5. Homepage von Markus Markus schreibt:Reply to this comment

    Klar kann auch der Website Nutzer einen User verfolgen. Ich hab schon öfters anhand der Statistiken auf einzelne Nutzer rückschlüsse ziehen können. IP, Betriebssystem, Ort… wird einem doch alles gegeben, Das kann man übrigens auch mit den meisten anderen Statistiken. Also sollte GA Verboten werden, wird es auch nicht mehr möglich sein Piwik etc. einzusetzen, es sei den das Verbot bezieht sich dann auschließlich auf das auslagern der Statistiken wie bei GA an dritte.
    Markus´s last blog ..Europa lässt Rezession statistisch hinter sich My ComLuv Profile

    3. Dez. 2009 um 12:48 Uhr | #

  6. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    @Markus:

    Hm… Markus, was die IP-Adressen angeht, muss ich dir leider widersprechen, denn ich habe bisher bei Google Analytics höchstens auf die Ebene des Providers herunterbrechen können. Konkrete IP-Adressen der Nutzer habe ich dort nie gesehen.

    Klar sind umfassende Analysen über die Benutzer möglich, aber soweit ich weiß, nicht über individuelle Besuche, deren Klickpfade etc. Zumindest nicht bei dem Google-Analytics, welches ich nutze.

    Falls du aus Google-Analytics Angaben über die IP-Adressen der Besucher bekommst, würde ich mich freuen, wenn du mir sagen würdest, wie du diese aus Analytics ziehst…

    3. Dez. 2009 um 12:54 Uhr | #

  7. Homepage von Markus Markus schreibt:Reply to this comment

    Die Googlesche Datensammelwut ist doch hinlänglich bekannt. Und trotzdem haben unzählige Deutsche ein Google-Konto, und bunkern ihre persönlichen Mails auf deren Servern in den USA.

    Es scheint also, als sei es dem gemeinen Deutschen Internetnutzer egal, dass Tante Gurgel Daten über ihn sammelt. Daher wird es auch oft als unkritisch angesehen, Analytics zu verwenden.

    Nun, seit ich Mitglied der Piratenpartei bin und mich mehr mit Datenschutz befasse, komme auch zu anderen Schlüssen. Ich werde zwar mein Google-Konto nicht löschen, aber Analytics fliegt aus den von mir betriebenen Seiten raus. Im Bottroper Piraten-Blog habe ich das erst gar nicht eingebaut.

    Andersrum: Die meisten Blogs laufen auf WordPress, und da ist per Default Akismet als Spamschutz dabei. Eigentlich sinnvoll, aber Akismet übermittelt auch Daten in die USA, und niemand hier weiß, wer darauf Zugriff hat und was damit geschieht. Also wird da sicher mit zweierlei Maß gemessen, auch wenn es sich um gänzlich unterschiedliche Dienste und Daten handelt.

    3. Dez. 2009 um 13:05 Uhr | #

  8. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    @Markus:

    Nun, da stichst du ins nächste Wespennest – aber die Akismet-Diskussion hatten wir glaube ich schon Anfang des Jahres oder so… Viele (unter anderem auch ich) sind durch diese Diskussionswelle damals zu anderen Tools (bei mir war es damals Yawasp, der Vorgänger des von mir jetzt verwendeten NoSpamNX) ausgewichen, um den Kommentarspam lokal auf dem Server zu behandeln, ohne Daten nach Außen zu schieben…

    Ähnlich wird’s wohl dann auch jetzt hier in der Statistik-Situation laufen: Man wird auf Tools ausweichen, die einen ähnlichen Leistungsumfang bieten, wie den, den man von Analytics gewohnt war, mit den Voraussetzungen, dass man sich mit denen nicht wieder ins eigene Fleisch schneidet.

    Denkbar wäre ja z.B. die Nutzung von CounterizeII, welches die IP-Adressen direkt bei der Erfassung verschlüsselt und nur noch mit den Hash-Werten arbeitet. So sind zwar die Daten immer noch sehr detailliert aufzulösen, aber die konkrete Bindung an eine IP-Adresse ist nicht mehr machbar, weil, soweit ich das verstanden habe, die IP-Adressen nicht mehr aus den Hash-Werten zurückzurechnen sind… Wobei das eine unverifizierte Vermutung ist – habe mir selbst den Quellcode noch nicht angeschaut.

    3. Dez. 2009 um 13:11 Uhr | #

  9. Homepage von Kiri Kiri schreibt:Reply to this comment

    Piwik und gut ist.
    Kiri´s last blog ..Hautprobleme My ComLuv Profile

    3. Dez. 2009 um 13:29 Uhr | #

  10. Homepage von Markus Markus schreibt:Reply to this comment

    @Kim: Für die Statistik auf dem lokalen Server kann ich “WebReflow” empfehlen. Zumindest für private Seiten ist das auch kostenlos zu haben, und bindet nur ein kleines Logo, kaum größer als ein Micro-Button, in die Seite ein. Ich nutze es selbst seit einigen Jahren in verschiedenen Seiten.

    3. Dez. 2009 um 13:30 Uhr | #

  11. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    @Kiri & @Markus:

    Ich werde mir mal beide Tools anschauen, evtl. noch heute Abend… dann schauen wir mal weiter :-)

    3. Dez. 2009 um 13:32 Uhr | #

  12. Juergen schreibt:Reply to this comment

    @Markus: Das Google Daten sammelt ist hinlänglich bekannt – Google bietet aber im Gegenzug kostenlos gute Dienstleistungen an, im Gegensatz zur Vorratsdatenspeicherung ;-)

    Da mein Blog eh bei Blogger.com liegt (und damit bei Google) brauche ich mir über pro und contra von Analytics keine Gedanken zu machen – Google hat die Daten so oder so. Und sollte ein Datenschutzbeauftragter meinen das wäre eine Abmahnung wert… bei 46 Zugriffen pro Monat, die wenigsten davon aus Deutschland (oder von Menschen…) würde das ganze alleine schon wegen Geringfügigkeit eingestellt werden.

    3. Dez. 2009 um 13:43 Uhr | #

  13. Homepage von Markus Markus schreibt:Reply to this comment

    @Juergen: Selbstverständlich bietet Google viele nützliche Gratisdienste an, und ich selber nutze auch viele davon. Sogar bei den Bottroper Piraten nutzen wir intern Google Wave zur Planung und Vorbereitung von Treffen und Veranstaltungen ;)

    Aber ein Blog direkt bei Google zu betreiben, ist nichts für mich. Nicht aus Datenschutz-Gründen, sondern eher weil es mir zu unhandlich ist ;)

    3. Dez. 2009 um 13:53 Uhr | #

  14. Homepage von Knut Knut schreibt:Reply to this comment

    Also ich muss sagen, dass ich so den Eindruck habe, dass durch das Thema eigentlich keiner mehr durchblickt. Was jetzt rechtens ist und was nicht lässt sich doch bald gar nicht mehr sagen wenn das so weiter geht.

    Ich hoffe allerdings, dass sich ein – sei es denn vorhanden – Verbot wirklich nur auf externe Dienstleister bezieht. So lange bin ich mit meinem Piwik, was ja bei mir persönlich auf dem Server liegt auf der sicheren Seite. Also für deinen Test kann ich Piwik auch nur empfehlen.

    Analytics ist bei mir schon vor längerem geflogen und seit dem setze ich auf Piwik.
    Knut´s last blog ..Projekt 52: 39. Zauberei My ComLuv Profile

    3. Dez. 2009 um 13:53 Uhr | #

  15. Homepage von Markus Markus schreibt:Reply to this comment

    Ok die genaue IP zeigt GA nicht an, da war ich noch zu arg an WP Super Stats gewohnt. Wie hier schon gesagt wurde jetzt blickt eh keiner mehr durch. Piwik speichert die IP in der DB, zwar nicht sichtbar aber sie wird gespeichert? Was ist damit? Super Stats braucht man gar nicht drüber reden, ist definitiv illegal. WebHits? illegal. Das wird ein ganz heißes Pflaster werden denke ich und so manch ein Unternehmen wird das nicht so hinnehmen.
    Markus´s last blog ..Bayerns Bürger stimmen für Volksentscheid über Rauchverbot My ComLuv Profile

    3. Dez. 2009 um 14:36 Uhr | #

  16. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    @Markus:

    Jo, ich denke, das is echt verwirrend, was da läuft… Am sichersten fährt man wohl fast, wenn man sich selbst was programmiert, was einfach doof nen Zähler hochzählt und die Besucher, die wiederkehren, über Cookies identifiziert. Ach is das ein … ich sags nicht…

    3. Dez. 2009 um 14:51 Uhr | #

  17. Homepage von VSell VSell schreibt:Reply to this comment

    Hurra… die Reichsbedenkenträger haben in ihrer unerschütterlichen Weisheit den ganz großen Wurf gelandet und ein neues Konjunkturbelebungsprogramm für arbeitslose Abmahnanwälte auf die Beine gestellt. Bravo…Bravissimo… Da Capo…

    Das ersellen von Nutzungs,- Kauf und sonstigen Profilen ist seit Jahrzehnten völlig gängige Praxis und findet sich gemeinhin unter dem Begriff des Data Mining.

    Von Payback bis Migliedskarten ist ohnehin fast Alles erfasst.
    Ach ja… liebe Datenschützer,,, was ist eigentlich mit meinem Handy, welches permanent von mindestens 3 Masten geortet wird…

    Geradezu lächerlich wird die Nummer, wenn ich sehe, dass der überwiegende Teil meiner Shopkunden ohnehin über dynamische IPs reinkommt.
    Ganz bekloppt: selbst wenn mich ein Kunde betrügt bekommt der Staatsanwalt nicht mal Auskunft über die IP.

    Das schönste aber mal wieder… der Rest der Welt grinst sich Eins und die Händlerkollegen aus dem Ausland können sich auf das konzentrieren was Sinn ihres Geschäftes ist:
    verkaufen statt Jura zu studieren…

    3. Dez. 2009 um 15:05 Uhr | #

  18. Homepage von Knut Knut schreibt:Reply to this comment

    @Kim: Nene also wenn man den Medienberichten glauben schenken darf sind Cookies auch bald böse. Also deine selbstgeschriebene Möglichkeit klappt auch nicht. *kopfschüttel und augenroll*
    Knut´s last blog ..Projekt 52: 39. Zauberei My ComLuv Profile

    3. Dez. 2009 um 15:19 Uhr | #

  19. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    @Knut:

    Jetzt nicht ernst gemeint: Dann machen wir es eben in Zukunft so, dass wir in der Sidebar einen Button einbauen, auf den man freiwillig(!) klickt und damit den Seitenbesuch dokumentiert. Oder gleich zwei Buttons: [Erstbesucher] und [Wiederholungstäter]

    3. Dez. 2009 um 16:00 Uhr | #

  20. Homepage von Knut Knut schreibt:Reply to this comment

    @Kim: Na und weil wir die Besuchszeit auch wissen wollen gibts dann wie bei einem Stempelsystem an Arbeitsplätzen den “Ich bin jetz da” und den “Ich gehe jetzt” Button :D
    Knut´s last blog ..Projekt 52: 39. Zauberei My ComLuv Profile

    3. Dez. 2009 um 16:20 Uhr | #

  21. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    @Knut:

    Richtig :-)

    Zum Abschluss des Ganzen könnte man auch noch ein kleines Survey mit dranhängen, um die Leserzufriedenheit abzufragen, natürlich alles auf freiwilliger Basis…

    Nenene… früher war alles besser… viel besser… *grins*

    3. Dez. 2009 um 16:23 Uhr | #

  22. Homepage von Capt. CHAOS Capt. CHAOS schreibt:Reply to this comment

    Irgendwie schon lustig was aus dem Internet der rsten Tage geworden ist … jedenfalls in Deutschland :-( So langsam frage ich mich ob man das Internet nicht in Abmahnnet umbenennen sollte?

    Ich habe mich dazu entschlossen GA vom Blog zu entfernen und werde wieder die Apache Logfiles auslesen. Ende im Gelände.
    Capt. CHAOS´s last blog ..Die Süsseste Katze nach Garfield schneidet lustige Grimassen My ComLuv Profile

    3. Dez. 2009 um 18:22 Uhr | #

  23. Homepage von Zenzai Zenzai schreibt:Reply to this comment

    Mal davon abgesehen, dass diese Diskussion ob eine IP nun personenbezogen ist oder nicht, fiel mir auch schon auf, dass das besagte kostenpflichtige tool in diesem Zusammenhang angepriesen wird wie “sauer Bier”.
    Die Jungs reiben sich natürlich die Hände über diese Verunsicherung mit GA.
    Wie dem auch sei, ich habe es noch nicht geschafft, eine Person anhand der IP rauszubekommen. Wenn ich zum Beispiel mit gängigen Tools nach meiner eigenen IP forste, lande ich in der nächsten größeren Stadt 40km entfernt.
    Wie personenbezogen ist das denn…………..

    4. Dez. 2009 um 10:02 Uhr | #

  24. Juergen schreibt:Reply to this comment

    @Zenzai: Für Dich erst mal gar nicht. Wenn der betreffende aber z.B. Google-Nutzer ist, dann kann Google die IP zuordnen weil unter dieser IP ein schon bekannter User liegt.

    Wobei ich mich aber frage warum hier das SafeHarbour-Abkommen nicht greifen sollte… andere Firmen greifen auch Daten ab und schicken sie in die USA.

    4. Dez. 2009 um 10:08 Uhr | #

  25. Homepage von Daniel Daniel schreibt:Reply to this comment

    Nun mal Butter bei die Fische ;-)

    1.) Nach gültiger höchstrichterlicher Rechtslage (Bundesdatenschutzgesetz) ist das Erheben und Verarbeiten von personenbezogenen Daten (ohne Einwilligung des Betreffenden) illegal. Aber es gibt keine höchstrichterliche Rechtslage, die vollständige IP Adressen als personenbezogene Daten definieren (wie z.B. in der Schweiz). Einzelne AG oder LG Urteile reichen genausowenig wie Datenschutz-Aussagen bzw. Empfehlungen Einzelner. Ergo: Derzeit (!) herrscht hier viel Rauch um Nix (der natürlich Wettbewerbern und Medien nützt…).

    2.) Nahezu alle Web Controlling Lösungen erheben (!) die vollständige IP Adresse. Dies wäre im Falle der höchstrichterlichen Definition der vollständigen IP Adresse als personenbezogenes Datum illegal (unabhängig davon, ob ich sie DANACH verschlüssele, verarbeite, lösche,…). Ergo: Nahezu alle kostenpflichtigen Wettbewerber (ob in D oder USA), Piwik, etc. wären illegal. Übrigens auch der Webalizer oder die Logfiles, die auf fast allen Servern im Hintergrund oft ohne Wissen der Webseitenbetreiber laufen.

    3.) Die neue EU Datenschutz Richtlinie, die u.a. das Abrufen von Informationen der Nutzerrechner ohne Einwilligung untersagt, muss in den nächsten 18 Monaten in Landesrecht übernommen werden. Dies stellt Web Controlling Lösungen vor massive Herausforderungen (da viel mit Cookies u.ä. gearbeitet wird), will man nicht immer wieder z.B. per PopUp die Cookie-Erlaubnis einholen müssen, worauf es m. M. nach langfristig (!) hinausläuft.

    Ergo: Google Analytics ist genauso gut oder schlecht wie der Rest der Branche. Da Google Marktführer ist und sein Produkt verschenkt, haben sie naturgemäß sehr viele Feinde/ Neider. Bezüglich der IP Problematik wird Google aber m. M. nach sehr schnell seine Lösung beim Mobile Tracking adaptieren, wo im Skript eine Formel inkludiert ist, die die IP Adresse schon während der Erhebung anonymisiert. Somit wäre dem Datenschutz genüge getan und der derzeitige mediale Hype gegen Google könnte sich beruhigen.
    Daniel´s last blog ..Google Analytics und der Datenschutz -warum Google Analytics nicht illegal war, ist und sein wird My ComLuv Profile

    4. Dez. 2009 um 16:12 Uhr | #

  26. Homepage von Markus Markus schreibt:Reply to this comment

    @Daniel Gut gesagt. Und ich denke auch das man gerade wenn man GA einsetzt eher auf der sicheren Seite sein wird, da Google mit Sicherheit wenn es nötig wird reagiert und seine Methode anpasst. Das kann man bei vielen kleineren Anbietern evtl. nicht erwarten.
    Markus´s last blog ..Apple kauft Online-Musikdienst Lala Media My ComLuv Profile

    5. Dez. 2009 um 11:44 Uhr | #

  27. Homepage von Thomas Thomas schreibt:Reply to this comment

    Bei unsicherheit der Verwendung am besten einfach zu Piwik greifen :) Kann das gleiche wie Google
    Thomas´s last blog ..Blogparade: Vorsätze für das Jahr 2010 My ComLuv Profile

    5. Dez. 2009 um 15:14 Uhr | #

  28. Homepage von Daniel Daniel schreibt:Reply to this comment

    @Thomas: Ich bin auch ein Piwik-Fan und setze es ebenfalls zum Teil ein. Leider stimmt Deine Aussage aber nicht.

    Zum einen ist der Funktionsumfang und die Usability bei Piwik noch (!) deutlich schlechter bzw. geringer als bei GA. Wenn sich Piwik aber in gleicher Geschwindigkeit weiterentwickelt, können wir noch viel von der OpenSource-Lösung erwarten.

    Zum anderen ist Piwik rechtlich im Sinne der IP Adresse nicht weniger riskant als GA, da auch Piwik die IP Adresse erfasst und verarbeitet. Derzeit, wie oben gesagt, noch (!) viel Rauch um nix. Aber Piwik als in rechtlicher Hinsicht gute und sicherere Alternative zu bezeichnen, ist ein Trugschluss. Und die immer wieder angeführte Problematik mit der Datenspeicherung in den USA hat GA durch den Anschluss an die SafeHarbour Richtlinie rechtlich entschärft.

    Wichtig ist, gerade derzeit, zwischen der gültigen Rechtslage und der gewünschten/ geforderten Rechtslage zu unterscheiden. Wie sich in vielen Foren, Blogs etc. zeigt, sind Wettbewerber von GA und die Medien hier derzeit alles andere als hilfreich am Werke… ein Schelm, der Böses dabei denkt ;-)
    Daniel´s last blog ..Google Analytics und der Datenschutz -warum Google Analytics nicht illegal war, ist und sein wird My ComLuv Profile

    5. Dez. 2009 um 19:28 Uhr | #

  29. Homepage von Markus Markus schreibt:Reply to this comment

    @Thomas Es geht hier nicht NUR um Goggle das muss endlich mal klar werden. Es geht um die IP und die speichert Piwik zwar nicht sichtbar aber sie wird eben auch gepseichert. Schau mal in die Piwik Datenbank rein.
    Markus´s last blog ..Eine MAGIX-Diashow als Geschenk? Da freut sich nicht nur der Weihnachtsmann My ComLuv Profile

    5. Dez. 2009 um 19:33 Uhr | #

  30. Homepage von Kim Kim schreibt:Reply to this comment

    Irgendwie nimmt diese Diskussion einen echt interessanten Verlauf. Also ich selbst bin jetzt mal gespannt, ob es in der nächsten Zeit hierzu offiziell mal etwas von Google zu lesen gibt.

    Nicht, dass Google jetzt die Weisheit gefressen hätte, aber sie bieten dieses Produkt auch für Deutschland an, also sollten sie auch mal auf dem deutschen Markt Stellung dazu nehmen.

    Alle anderen Statistiktools stehen im Gunde vor ähnlichen Problemen, wobei hier ja die Frage ist, wie eng man die Sache mit der Pesonenbeziehbarkeit auslegen will… im Grunde sind Datensätze, die mit anonymisierten IP-Adressen gespeichert werden, nicht mehr für den Menschen auswertbar, um einen tatsächlichen nicht-anonymen Personenbezug herzustellen. Ich glaube, dies würde auch ein halbwegs klar denkender Richter genauso sehen.

    5. Dez. 2009 um 19:51 Uhr | #

  31. Homepage von Sascha Sascha schreibt:Reply to this comment

    Ich habe Analytics verbannt. Nutze nun den Flashcounter und auch Icerocket.
    Sascha´s last blog ..8 Wege um den Traffic und das Ranking im Code schon zu verbessern My ComLuv Profile

    11. Dez. 2009 um 17:40 Uhr | #

  32. Homepage von Alex Alex schreibt:Reply to this comment

    Hallo, ich habe mir jetzt zugegebnerweise nicht alle Kommentare durchgelesen die geschrieben wurden aber ich habe jetzt schon von einigen Bekannten mitbekommen das Sie alle Google Analytics Codes rausgeworfen haben und erst mal abwarten wollen was passiert und gesagt wird. eTracker soll wohl Datenschutzkonform sein??? allerdings ist da der Support grausam wie ich selber jetzt feststellen musste ich bekomme nämlich seit 7 Tagen keine Antwort… also ich habe auch alles entfernt und werde auf etwas “offizielles” warten…

    12. Dez. 2009 um 16:23 Uhr | #

  33. Homepage von alpha wk alpha wk schreibt:Reply to this comment

    warum nur analytics? funktionieren nicht geschätzte 90% aller Tracking tools auf IP? inkl. Lokalisierung, also woher und wann die besucher kamen? Wenn analytics verboten wird, dann aber auch die meisten anderen tools.
    Was ist eigentlich mit adsense, TKP Tracking tools der Verlage? auch sie beruhen auf IP.

    15. Dez. 2009 um 14:38 Uhr | #

  34. Homepage von jan jan schreibt:Reply to this comment

    Alsi ich finde hier schießen unsere Datenschützer wieder mal weit über das Ziel heraus. Da gibt es bei weitem kritischer Dinge, wenn ich da nur mal an den Bundestrojaner denke, der aber ja uns schützen soll, wers glaubt
    jan´s last blog ..Feuchtigkeitsschaeden erkennen und beurteilen My ComLuv Profile

    23. Jan. 2010 um 2:13 Uhr | #

  35. Elvira schreibt:Reply to this comment

    Ich habe die Diskussion sehr genau verfolgt und bin mal gespannt auf das was noch kommt, und wie sich das jetzt weiterentwikelt.

    27. Jan. 2010 um 22:47 Uhr | #

  36. Homepage von jan jan schreibt:Reply to this comment

    Hat sich nun was neues ergeben betreffs den datenschutz, oder war es nur Pferde scheu machen :)
    jan´s last blog ..Kann bei Orchidee alte Triebe abgeschnitten werden My ComLuv Profile

    9. Feb. 2010 um 21:51 Uhr | #

  37. Homepage von Markus Markus schreibt:Reply to this comment

    @jan Wo kein Käger, kein Richter heißt es doch so schön und solange es kein wirklich verbindliches Urteil zur IP Geschichte gibt, ist auch noch nichts gesprochen.
    Markus´s last blog ..US-Präsident Barack Obama: Mittelweg zwischen alten und neuen Energiequellen finden My ComLuv Profile

    9. Feb. 2010 um 22:02 Uhr | #

  38. Homepage von jan jan schreibt:Reply to this comment

    Hmm Markus da hast du recht, jetzt haben sie ja erst mal was anderes zu tun nach dem Urteil zu Hartz4
    jan´s last blog ..Ein Auto vom Schnee befreien ohne den Lack kapput zu machen? My ComLuv Profile

    10. Feb. 2010 um 17:12 Uhr | #

  39. Homepage von Fabian Fabian schreibt:Reply to this comment

    Ich finde, es kommt hier auf den Einzelfall an. Bei machen Kunden und Projekten kann und will ich auf Analytics nicht verzichten. Dafür ist Piwik einfach noch zu unausgereift und es fehlen wichtige Funktionen und Alanysen. Bei manchen Projekten reicht Piwik als reiner Besucherzähler. Ich würde mich über eine Alternative in diesem Bereich auf jeden Fall sehr freuen.

    Aber war das generelle Datenschutzproblem nicht im Zusammenhang mit AdWords/Adsense? Also dass google personenbezogene Daten von Drittanbietern über Webseiten hinweg zur Anzeige von Werbung verwendet?

    2. Mrz. 2010 um 9:58 Uhr | #

  40. Homepage von jan jan schreibt:Reply to this comment

    Naja heute haben sie ja wieder mal eine auf den Deckel bekommen mit Ihrer Datenspeicherung
    jan´s last blog ..wer bekommt alles bafoeg? My ComLuv Profile

    2. Mrz. 2010 um 12:24 Uhr | #

  41. Homepage von Markus Markus schreibt:Reply to this comment

    @jan Hmm dieses Urteil stärkt in meinen Augen eher die Position der Datenschützer…
    Markus´s last blog ..Vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig My ComLuv Profile

    2. Mrz. 2010 um 12:45 Uhr | #

  42. Homepage von Alex (DO1NAK) Alex (DO1NAK) schreibt:Reply to this comment

    Hallo.

    Ja ich bin gestern auch fürchterlich erschrocken was Google Analytics da so macht.

    Das man selbst auf diese Daten zugreifen kann ist ja klar. Das kann ich mit jedem Analyse Plugin für jedes CMS-System auch. Und das ist ja auch noch im normalen Rahmen.

    Aber so sehr ich Google mag finde ich die Daten-Sammlerei und anderweitige Verwertung doch sehr zweifelhaft.

    Und nacheinander erst das Ablichten ganzer Straßenzüge und jetzt Analytics… Naja…

    Für mich ist Google Analytics erst mal vom Tisch und wird aktuell von allen Websites die ich betreue gelöscht.

    73 de Alex (DO1NAK)

    17. Jun. 2010 um 19:15 Uhr | #

  43. Homepage von Maddin Maddin schreibt:Reply to this comment

    Hallo, sehr netter Beitrag. Ich kann Google Analystics auch nicht empfehen und werde es auch nicht einbinden in Zukunft. Dafür liegt mir der Datenschutz meiner Besucher viel zu sehr am Herzen.
    LG

    21. Jun. 2010 um 18:36 Uhr | #

  44. Juergen schreibt:Reply to this comment

    Neuerdings kann man ja bei Google Analytics auch eine Anonymisierung einschalten indem man das Urchin-Skript verändert ( _gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);) – dadurch soll das letzte Oktett der IP nicht gespeichert werden…

    Hat schon jemand Erfahrung damit gemacht?

    23. Jun. 2010 um 12:02 Uhr | #

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