… einen bezahlten Beitrag geschrieben zu haben? Ich meine: Ein Advertorial oder sowas dergleichen was man bei Trigami, Hallimash oder wie die “Mittelsmänner” alle heißen mögen, die sich zwischen Werbekunden und Blogger stellen. Klar, auf der einen Seite ist es sicherlich eine geniale Möglichkeit, auch als Blogger mit einem Blog im unteren Zugriffszahlenbereich (wie bei mir z.B. mit täglich ca. 200 Besuchern) Beträge im mittleren zweistelligen Bereich zu erwirtschaften mit einem solchen Beitrag. Auf der anderen Seite muss man aber auch immer wieder mal feststellen, dass man sich auch jedes Mal damit “ein Stück weit verkauft”. So gibt es z.B. Werbekunden, die nutzen solche Kampagnen natürlich dazu aus, Neukunden zu aquirieren – ihr gutes Recht natürlich – lassen aber dann in den Folgemonaten wohl den Support für ihr Produkt und dessen Leistung dermaßen abfallen, dass man als Blogger hier zur Anlaufstelle für Beschwerden und Unmuts-Äußerungen wird (wie man eindrucksvoll an meinem Beitrag über plentyMarkets sehen kann).
Andere, wie z.B. Thomas vom Strandgucker-Blog wurden von Trigami-Kunden (also den Werbe-Buchenden) sogar regelrecht angegriffen, wie man in seinem Blog lesen kann: Trigami Kunde wird lästig – Strandgucker.
Jetzt kann man natürlich denken: Ok, ich bekomme 50 Euro für den Beitrag, da sind mir solche Dinge als Nebeneffekt egal. Ich kann und will aber so nicht denken, denn: Ich denke mir immer, ich stehe mit dem, was ich hier im Blog schreibe, meinem Leser gegenüber als “glaubwürdige Quelle”. Ihr als Leser (und ihr seid ja im Laufe der Jahre nicht weniger geworden, darüber bin ich ja recht glücklich!) habt den Anspruch, dass ich euch gegenüber meine Themen, die ich euch näher bringen möchte, halbwegs gut recherchiere und keinen Mist hier verzapfe. Zudem habt ihr einen gewissen Vertrauensanspruch mir gegenüber – ihr vertraut mir zu einem gewissen Punkt und sehr das, was ich hier schreibe, innerhalb gewisser Grenzen sicherlich auch ungeprüft als glaubwürdig an.
Und genau diesen Anspruch stelle auch ich an mich selbst. Aus genau diesem Grunde heraus bewerbe ich mich nämlich auch nicht auf jede dahergelaufene Kampagne. Ich hätte in den vergangenen Monaten sicherlich 20 oder mehr bezahlte Beiträge via Trigami oder Hallimash hier abschießen können – zumindest gab es genug Kampagnen, die mir zur Bewerbung vorgeschlagen wurden und bei meiner “Trefferquote” in diesem Jahr hätte ich wohl schon deutlich mehr schreiben kön
nen, vor allem in den vergangenen beiden Monaten. Doch habe ich nahezu jede Kampagne abgelehnt, weil ich persönlich ein Problem mit den angebotenen Produkten oder den Wünschen der “Kunden” hatte.
Ich persönlich empfinde nämlich mein Blog und die Möglichkeit, damit evtl. nebenher den ein oder anderen Euro verdienen zu können, als Pflicht, dies auch auf Teufel komm raus tun zu müssen. Ich glaube nämlich, dass ich durchaus meinen Lebensunterhalt bequem auf herkömmlichem Wege verdient bekomme. Damit habe ich ein wesentlich besseres Gefühl mir und euch gegenüber.
Wenn ihr euch also wundert, warum dieses Blog nicht so wie viele andere im Wochentakt von bezahlten Beiträgen geflutet wird, dann kann dies durchaus damit zu tun haben, dass mir als Blogger an euch Lesern tatsächlich auch was liegt! Man glaubt es kaum, wenn man es liest, aber selbst derjenige, der an und für sich anonym mein Blog liest und sich “in Sicherheit wiegt”, dass er niemals von mir persönlich angesprochen wird als Leser, selbst der kann sich sicher sein: Mir liegt etwas an ihm, und zwar soviel, dass ich selbst diesem Leser, den ich nicht mal persönlich kennen muss und der vielleicht mich auch nur über diesen Weg hier kennt, dass ich dieser Person gegenüber das Gefühl habe, sie nicht für Geld anlügen zu wollen.
Tags:Ärger, Blog. Bezahlte Beiträge, Hallimash, Internet, Trigami, Werbung










Ich bin bisher von solchen Attacken verschont geblieben. Liegt aber vermutlich hauptsächlich daran, dass ich noch keine Trigami Kampagne veröffentlicht habe, weil mir die bisherigen nicht zugesagt haben.
sascha´s last blog ..8 Wege um den Traffic und das Ranking im Code schon zu verbessern
11. Dez. 2009 um 23:43 Uhr | #
@sascha:
Nun, ich denke, diejenigen, die eine entsprechende Anzahl bezahlter Beiträge hinter sich haben, wie ich es habe, wissen, wovon ich hier spreche. Es ist ja nicht immer so, dass die Auswirkungen sich in Kommentaren zeigen (wie im angesprochenen Fall bei mir), sondern ich stelle leider immer wieder fest, dass die Produkte, die einem später dann mal wieder begegnen, weil man die Website mal wieder aufruft (durch Zufall oder Neugier), sich nicht zu ihrem Vorteil entwickelten…
11. Dez. 2009 um 23:48 Uhr | #
Also ich habe mich ja jetzt auch mal dort angemeldet und schon zwei Kampagnen abgelehnt bei denen ich mich hätte bewerben können und habe mich nur bei einer Beworben. Ich würde, auch für Geld, nie eine geschöhnte Meinung schreiben, wenn mir ein Produkt dann nicht gefällt, dann bekommt es auch diese Bewertung und der Rest ist mir dann egal.
Sven´s last blog ..Ein Feature
12. Dez. 2009 um 1:55 Uhr | #
Bereuen musste ich bis dato noch keinen meiner bezahlten Beiträge. Das liegt aber wohl daran, dass es bisher nur sehr wenige sind. Mit 99% der Kampagnen kann ich persönlich nichts anfangen und schreibe somit auch nicht darüber. Bei einigen wüsste ich auch gar nicht, wie ich 300 Wörter hinbekommen sollte.
Andreas´s last blog ..H1N1 positiv?
12. Dez. 2009 um 7:48 Uhr | #
@Kim Aber wärend man einen Post verfasst, kann man doch die Entwicklung eines Produkts in keiner Weise abschätzen. Sollte man da nicht lieber eine “Mir doch egal” Einstellung entwickeln? Job fertig und gut? Ich denke das so ziemlich jeder der Leser weiss, dass man einen solchen Post eben wegen der Vergütung geschrieben hat.
Dazu kommt doch die Möglichkeit einem solchen Post einen Nachtrag zu spendieren in dem man schreiben könnte, dass sich das Produkt eben nicht sehr positiv entwickelt hat. Oder sehe ich das falsch?
Sascha´s last blog ..Deutscher Oberst Klein schürt erneut Debatten – Kriegsverbrecher?
12. Dez. 2009 um 11:52 Uhr | #
Blogger machen für Geld Alles, sie schreiben sogar Artikel für Geld! Bei mir kommen immer wieder mal E-Mail Anfragen rein wie … ich zahle ihnen 20 EURO via Paypal wenn Sie in ihrem Artikel xxxx bei dem Wort xxxx einen Link zu meiner Homepage setzen.
Vereinbaren muss das jeder mit sich selbst inwieweit man sich als Blogger prostituiert, und auf der virtuellen Strasse des Geldes selbst verkauft.
Bei Trigami habe ich bisher alle Kampagnen abgelehnt.
Capt. CHAOS´s last blog ..AUTSCH! Zunge von jungem Mädchen klebt fest
12. Dez. 2009 um 11:59 Uhr | #
@Sascha:
Klar kann man während eines Jobs die weitere Entwicklung keineswegs abschätzen und später entweder innerhalb der Kommentare oder in einem eigenen Beitrag die Sache “aktualisieren” bzw. auf die neuen Entwicklungen hinweisen, daran kann auch niemand einen hindern. Mir persönlich geht es im Grunde um die Glaubhaftigkeit, die man durch solche Dinge einbüßt (so empfinde ich das zumindest).
Ich habe in der Vergangenheit sehr viele Trigami-Beiträge geschrieben, mindestens das drei bis fünffache meiner geschriebenen Beiträge an Bewerbungen ist seitens der Auftraggeber im Vorfeld abgelehnt worden, weil ich entweder zu teuer, die Kampagne bereits voll oder sonstige Gründe vorlagen. Die Anzahl der Kampagnen, die mir vorgeschlagen wurde und die ich abgelehnt habe, weil ich sie für schlicht unpassend und für meine Leser nicht interessant empfand, liegt hier jedoch noch viel höher.
@Capt. CHAOS:
Wenn du jetzt generell von der Masse der Blogger sprichst, muss ich dir recht geben: Es findet sich immer jemand, der auf egal welche geplante Aktion aufspringt, sei es, dass es bezahlte Beiträge sind, seien es dämliche Gewinnspiele, die darin enden, dass man irgendwohin linkt, wo im Nachhinein der Inhalt der Seite manipuliert und massiv verändert wird… Es gibt in dieser Masse schreibender Individuen immer welche, die das ein oder andere “interessant” finden und mitmachen wollen.
Diese Eigenschaften jedoch auf jeden einzelnen Blogger herunterzubrechen und zu sagen, “du bist Blogger, du machst eh für Geld alles, was ich will!” – das halte ich einmal für falsch und zum anderen für sehr gefährlich.
Mal davon ab bin ich der Meinung, ein Blog, was an sich recht lebendig ist, eigene, sinnvolle Inhalte produziert und dafür hier und da mal einen bezahlten Artikel (der entsprechend gekennzeichnet ist) beinhaltet, ist mir lieber, als all diese Blogs, die vollgestopft bis oben hin mit irgendwelcher Werbung (context-sensitiv oder nicht) sind und die nur die üblichen Traffic-Themen abhandeln, die man an jeder Ecke zu Hauf zu lesen bekommt und die im Grunde nix anderes schreiben, als all ihre 100 Kollegen links und rechts.
Nichts gegen die verschiedenen “Geschäftsmodelle” der einzelnen Blogger – jeder hat ja seine Absicht dahinter… ist halt die Frage, welcher Stil hier eher für eine allgemeine Leserzufriedenheit sorgt… und die Frage ist natürlich auch die: Liegt dem Blogger überhaupt was an seinen Lesern an sich oder interessiert ihn nur ein Ranking, hohe Traffic-Zahlen und evtl. der ein oder andere Cent, der via Werbung reinkommt?
12. Dez. 2009 um 13:44 Uhr | #
Meinereiner probiert sowas erst garnicht. Vor allem nach dem Blick in die Trigami-AGB. Kassieren und dem Autoren die volle Verantwortung übertragen, das hab ich gern. Für das Taschengeld was man da bekommt ein so hohes Risiko einzugehen finde zumindest ich diese Angebote zu riskant. Aber bleibt ja jedem selbst überlassen.
Kiri´s last blog ..Schweine bleiben Schweine
12. Dez. 2009 um 15:39 Uhr | #
@Kim
Ich will hier nicht gross rumwühlen nur soviel: Online war ich das erste Mal auf einem C128 mit einem 300 baud Modem in BTX, danach trieb ich mich in Mailboxen rum, anschliessend im Usenet, lud irgendwann meine erste Homepage zu Compuserve hoch, und habe im ersten Monat dank Telekomiker 985 DM an Onlinekosten verballert.
In der Zeit bis heute, ist einiges an Onlineerfahrung zusammengekommen und ich habe mit Sicherheit eines daraus gelernt: Da draussen hat niemand etwas zu verschenken! Obwohl das Internet – wäre es ein Realer Ort – der letzte Ort wäre an dem ich leben möchte will ich den Unterhaltungswert und gewisse trotzdem Informationen nicht missen.
Aber da draussen kocht auch jeder sein eigenes Süppchen und wenn Blogs wie basic… auf ebay für mehrere tausend EURO den Besitzer wechseln spornt das doch nur an. Da fangen Schüler an ihr Blog zu schreiben nur um dem Traum des grossen Geldes hinterherzurennen … und sind wir mal ehrlich … es wird ihnen doch hier und da richtig schön vorgegaukelt. Wenn ich auf twitter schon lesen muss … mein vorbild bei den blogeinahmen ist das blog von xxxx der hat im letzten Monat 2.5oo euro an werbung eingenommen … wenns scheen macht
Werbung habe ich auch auf dem Blog, aber ich gebe mich nicht der Illusion hin damit meinen Lebensunterhalt verdienen zu wollen. Dafür gibt es dann wieder andere Dienste im Internet

Capt. CHAOS´s last blog ..AUTSCH! Zunge von jungem Mädchen klebt fest
12. Dez. 2009 um 17:54 Uhr | #
Ich habe es auch noch nie bereut. Das liegt aber daran, dass ich noch nicht so lange für Trigami schreibe und dann auch nur die Aktionen annehme, wo ich davon überzeugt bin. Ich könnte über nichts schreiben, was ich nicht selber gut finde. Es bringt auch nichts wegen ein paar Euro seine treuen Leser zu verbrellen.
Muss nicht jeder Link in eine Trigami Anzeige mit nofollow gekennzeichnet werden. Sonst wird die Prämie gar nicht ausgezahlt und dass sollte auch jedem Kunden von Trigami bekannt sein.
Ich finde es komisch, dass er sich direkt an dich wendet. Soll er sich über Trigami an dich wenden, den so wurde auch der Artikel verkauft.
12. Dez. 2009 um 18:00 Uhr | #
@Capt. CHAOS:
Im Grunde möchte ich ja niemandem was
Soll meiner Meinung nach jeder so glücklich werden, wie er möchte. Meine ureigene Intention beim Verfassen dieses Artikels war es, denen, die hier mitlesen und die evtl. mit einer rosaroten Brille bestückt durchs Leben hauchen, denen einfach mal klar zu sagen, was denn konkret auf einen zukommen kann(!) wenn man sich entschließt, in gewisser Art die Hose runter zu lassen und für seinen “Hobbyjournalismus” Geld zu nehmen.
Trigami, Hallimash und wie sie alle heißen sehe ich nur als “Jobs”, die mal gemacht werden. Wenn sie was abwerfen, ist es ok, wenn es am Ende des Jahres reicht, die Kosten, die das Blog samt Hosting und Domains aufwirft, zu decken, dann ist es umso schöner. Mehr muss für mich bei diesen Sachen gar nicht herausspringen.
Ich bin auch lange genug hier dabei, um zu wissen, wo der Hase sich hinsetzt zum köteln. Selbst Open-Source-Entwickler sind keine Weltretter, die alles tun, um die Welt in einem schönen Blau erstrahlen zu lassen – die Programmieren nämlich auch nur so weit, wie es ihnen selbst nutzt! Und so läuft es doch schließlich überall:
Jeder tut gerne was – solange für einen selbst vernünftig was dabei raus springt.
@hombertho:
Ja, die Links bei Trigami-Beiträgen (und auch bei Hallimash) werden alle nofollow gesetzt, das ist Bestandteil des Auftrags. Anders bekommst du keinen göttlichen Seegen. Ändert ja aber nix daran, dass sich die Benutzer bei dir ausheulen kommen (wie in meinem Falle) oder Auftraggeber der Meinung wären, sich an dich direkt zu wenden (wie beim Strandgucker)… gibt halt immer welche (Außenstehende oder nicht), die das System nicht ganz verstanden haben.
12. Dez. 2009 um 18:31 Uhr | #