… dann sind das häufig sehr emotionale Momente. So empfinde ich das zumindest immer. Heute war wieder ein kleiner Empfang zu Ehren eines Menschen, der 40 Jahre seine Arbeitskraft dem öffentlichen Dienst zur Verfügung stellte – davon die meiste Zeit bei unser beider gemeinsamen Arbeitgeber. Er wird demnächst in den verdienten Ruhestand entlassen. Ein Ziel, welches mir noch in weiter Ferne liegt.
Warum wirken solche Feiern auf mich immer so verwirrend? Auf der einen Seite freut man sich für denjenigen, dass er nun nicht mehr in die “alltägliche Tretmühle” muss, um sein tägliches Brot zu verdienen. Er hat jetzt die Zeit, die er all die Jahre zuvor nicht unbedingt für sich und seine Familie hatte. Also ganz bestimmt doch ein Grund zum Feiern.
Auf der anderen Seite wiederum steht man vor einer Neuordnung – die Position bzw. Funktion muss schließlich neu besetzt werden und ein verdienter Mitarbeiter, der all die Jahre durch Konstanz und Zuverlässigkeit sich einen Namen nicht nur bei den Mitarbeitern machte, verlässt ein Team für immer. Ein Loch entsteht – zwangsläufig.
Nunja, ich denke, es wird weitergehen und mit Sicherheit wird es in einer Form weiter gehen, die vom gewohnten nicht unbedingt viel abweichen wird.
Tags:Arbeit, Mitarbeiter, Rente










Schlimmer sind doch die “alt-verdienten-Mitarbeiter”, die nach Ihrer offiziellen Verabschiedung immer mal wieder im Betrieb vorbeischauen… weil sie nicht loslassen können.
Schicke Grüße
Nils
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5. Feb. 2010 um 23:53 Uhr | #
@Nils:
Hi Nils! Erst einmal herzlich Willkommen hier… ich muss dir recht geben: Es gibt ein Maß, welches nicht überschritten werden sollte. Monatliche Besuche sind sicherlich zu viel, aber wenn jemand vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr vorbei schaut (vielleicht zu offiziellen Anlässen wie “Tag der offenen Tür” oder so), ist da sicherlich nix gegen einzuwenden
6. Feb. 2010 um 17:38 Uhr | #
Ich finde eher, dass gerade diese Verabschiedung einen sehr schönen Teil im Arbeitsleben darstellt. Viel schlimmer ist doch die Situation wenn jemand der lange in einem Betrieb gearbeitet hat und wegen Insolvenz entlassen werden muss. Dagegen ist doch die Entlassung in das wohl verdiente Rentnerleben eine wahre Kur oder? So gesehen entsteht zwar ein Loch, wenn ein wichtiger vertrauenswürdiger Mitarbeiter die Firma verlässt, doch ganz ehrlich ich glaube derjenige wird sich auch über die neue Freizeit freuen.
10. Feb. 2010 um 10:50 Uhr | #
Verabschiedungen sind irgendwie immer für beide Seiten etwas seltsam. Ich habe es gemerkt, als ich nach zehn Jahren meine alte Firma verlassen habe, weil ich mich beruflich neu orientieren wollte und von der bisherigen Routine gelangweilt war. Erst habe ich mir nur auf den Neubeginn gefreut, bei der Abschiedsfeier habe ich dann aber gemerkt, dass mit einige meiner Kollegen doch ganz schön fehlen werden.
16. Feb. 2010 um 21:28 Uhr | #
also 40 jahre in einem unternehemen, das es das noch gibt…
die trennung von unternehmen und mitarbeiter ist eigentlich wie eine scheidung einer partnerschaft zu sehen. der emotionale anteil ist nicht zu vernachlässigen. besonders dann wenn sich arbeitgeber und arbeitnehmer nicht einig sind. leider sehen viele unternehmen ihre rolle anders und es geht nur um zahlen und fakten. leider
4. Mrz. 2010 um 17:03 Uhr | #