Nun hat sich die Bundesregierung tatsächlich mal öffentlich dazu geäußert: Man ist bereit, Marine-Truppen ins Nah-Ost-Krisengebiet zu senden – zum Schutz von Hilfstransporten und um Waffenschiebereien auf dem See-Weg zu verhindern.
Nüchtern betrachtet, können unsere Jungs sich dann also auf ein ruhiges Leben einstellen, denn eigentlich sind die Gefahren woanders: Richtig gefährlich wird es wohl eher für Bodentruppen, die im Land und an den Grenzen ihren Dienst versehen müssen. Auf hoher See dürfte das Gefahrenpotential eher gering sein – von natürlichen Gefahren, die jeder Hochsee-Einsatz mit sich bringt, mal abgesehen.
Warum ich so zuversichtlich bin? Waffenschmuggel hat in der Vergangenheit und wird wohl auch in Zukunft schon immer auf dem Landwege stattgefunden – aus diesem Grunde wird wohl der See-Weg rein für Hilfstransporte genutzt werden. Und welche der Kriegsparteien im nahen Osten würde einen Hilfstransport auf dem Seeweg überfallen? Wenn wir uns einmal die Lage des Libanon anschauen, stellen wir fest, Syrien grenzt im kompletten Osten an den Libanon – ohne irgendwelche See-Wege dazwischen. Israel geht es mit seiner südlichen Lage ähnlich. Schmuggler werden wohl also eher den unwegsamen und schlecht einsehbaren Landweg nehmen, da man sich hier in Schluchten und Kanten besser verstecken kann, als auf offener See mit einem Schiff schon aus Kilometer Entfernung gesehen zu werden. Klingt logisch, oder?
Warten wir aber einfach mal ab, wie die UNO-Resolution 1701 schlussendlich umgesetzt wird – die Truppengeberkonferenz berät ja derzeit noch und wird sich irgendwie auch nicht so richtig einig.
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